FIFA 17 – The Journey

Mit FIFA 17 hat EA einen neuen Modus in die FIFA-Welt integriert. FIFA 17 – The Journey. Er ist deutlich besser als ich dachte und bietet für das gesamte Spiel einen echten Mehrwert.

Wieder 60,- € investieren?


Viele FIFA-Spieler fragen sich, wie ich auch, ob sie das neue FIFA überhaupt kaufen sollen. Rechtfertigen die Neuerungen einen Kauf? Ist das nicht nur Geldmacherei? Der letzte Teil ist doch noch O.K. Ich denke am Ende ergeht es vielen Spielern, wie mir selbst auch. Am pre Release-Tag besucht man den Media-Markt oder Saturn und legt 60,- € auf die Ladentheke. Die Gründe dafür sind vielfältig.

Ich für meinen Teil interessiere mich eigentlich nur für den „Ultimate Team“- Modus und spiele dabei online gegen andere Spieler. FIFA gegen die KI macht mir persönlich keinen Spaß. In FIFA 17 ist allerdings ein neuer Modus hinzu gekommen. „The Journey“. Angespielt habe ich diesen Modus nur, weil mir ein Freund die Empfehlung gab. Mit der Aussicht auf zahlreiche Belohnungen für den Ultimate-Modus begann ich meine „Journey“.

FIFA 17 The Journey (In Menus)
FIFA 17 The Journey (In Menus)

Was soll ich sagen, ich war richtig überrascht! Man schlüpft in die Rolle eines talentierten Nachwuchsspielers in der englischen Premier League und versucht seine Karriere zu gestalten. Man muss zahlreiche Trainings und Testspiele absolvieren, um im nächsten Schritt einen Vertrag bei einem Profi-Club zu bekommen. Dort muss man sich dann natürlich immer wieder beweisen und in den Vordergrund spielen. Entscheidend ist hierbei die Gunst des Cheftrainers. Trainiert man schlecht, reicht es eventuell nicht einmal für die Ersatzbank. Schafft man es auf die Ersatzbank, so muss man seine kurze Einsatzzeit effektiv nutzen. Das ist natürlich nicht so leicht. Und spielt man zu schlecht, wird man ausgewechselt.

Neben den spielbaren FIFA-Elementen erzählt The Journey eine Story um diesen Nachwuchsspieler. Dabei erfährt man seine Lebensgeschichte und die seiner Familie. Man hat Einfluss auf die Entwicklung seines Charakters, der auch von Nöten ist, denn neben guten Fußball zählt in The Journey auch mediale Präsenz des Fußballers. Am Ende geht es, wie im echten Fußballgeschäft auch, um den Marktwert und die Beliebtheit in der Öffentlichkeit. Dabei sind Follower genau so wichtig, wie die Gunst des Trainers. Man kann diese Parameter durch sein Verhalten (Antwortoptionen in Dialogen) beeinflussen.

FIFA 17 The Journey
FIFA 17 The Journey

Was ist gut an FIFA 17 – The Journey?

Zu aller erst ist es die Idee. Welcher Fußball-Fan wollte nicht schon einmal in die Rolle eines hochtalentierten Spielers schlüpfen und sich zum neuen Superstar entwickeln? The Journey bietet genau das! Weiter schafft es The Journey viele Spielmodi aus FIFA 17, welche man eventuell gar nicht kannte, zu integrieren. In den Trainingseinheiten greift man dabei auf die Skill-Trainings zurück. Am Spieltag selbst kann man entscheiden, ob man das gesamte Team, oder nur den Nachwuchskicker spielen möchte. The Journey entwickelt sich dabei auch zum perfekten Tutorial für FIFA.

Was ist nicht so gut an FIFA 17 – The Journey?

Die Langzeitmotivation. Der Anfang ist cool und man ist sehr schnell angefixt sich als Nachwuchskicker hoch zu arbeiten. Nach 5 bis 6 Stunden stellt man allerdings fest, dass sich die Aufgaben stark wiederholen. Als Online-Spieler schmerzen ebenfalls die unzähligen Spiele gegen die KI, welche man gezwungen wird, zu bestreiten. Das Fragen-Antworten System, welches als Einziges einen Einfluss auf Follower und Beliebtheit hat ist leider schnell durchschaut.

Fazit

Nach ca. 20 Stunden dürfte man The Journey durchgespielt haben. Der neue Modus ist in meinen Augen auf jeden Fall eine Bereicherung für die FIFA-Welt und für Einsteiger ein perfektes Tutorial. Wenn in FIFA 18 mehr Fokus auf Story gelegt wird und die Einflussnahme erhöht würde, dann könnte ich mir sehr gut vorstellen, noch einmal in die Fußstapfen eines Nachwuchskickers zu treten.

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